Let’s become more like trees!

This is the English version of this post

The kick-off of the seventh cycle of the career development program for women in positions of leadership, led by the Cusanuswerk, took place in Bonn from 24-26 May.

All alumnae were invited to the parallel networking event, which I had the pleasure of co-organising. We focussed on „Leading without words“, with a visual communication workshop led by Carola Keitel (Bikablo), and a workshop on nonverbal communication led by Laura Klimecki (Re/Present).

I also had the honour and pleasure of giving a welcome address to the new group of mentees and mentors:

 

Dear guests,

Dear mentees and mentors,

It is my great pleasure to speak to you today as one of the alumnae from the past round of this career development program. For me, the benefits of these two years and our network are still unfolding and form fertile ground for whatever may come.

Dear mentees,

each and every one of us is a strong, involved, passionate, intelligent, ambitious, and already successful person – each in her own way. Based on this history of success, it is tempting to focus on targets, top performance, growth, a stellar career, and to think of detours and challenges as problems and risks.  I’d like to reinterpret some of the key topics of this weekend with a closer look at trees, to offer you a counterpoint.

Turning points – stumbling blocks – helping hands.

Trees undergo extreme changes over the course of the seasons: the first blossoms in spring, coming to fruition in late summer, withering and letting go of the old leaves in autumn, and the outwardly bleak phase of rest and recovery in winter. The tree does not suffer throughout these changes, not even the radical ones like losing its leaves. It knows when it is time to let go and make space for something new. All these phases are necessary for the tree to grow, and with every year it grows bigger and stronger.

The tree grows downwards into the earth, just as it grows upwards. Developing these roots is essential for the tree to stay stable and access all the necessary resources. Trees can be split into those that develop shallow roots, and those that develop taproots.

Those with shallow roots cast a wide net of thin roots fairly close to the surface. Their strategy is growth upwards – as high as possible, as quickly as possible. This also means they become quite „head-heavy“ and much more vulnerable to strong winds, adverse weather conditions, or drought than the taproots.

Taproots are those that grow deep down into the earth. They make sure that the tree can tap into water even in times of drought, and stabilise it when things get stormy.

If the tree hits „stumbling blocks“ it works with rather than against them and integrates them into its development. There is a stone in the way? The roots will grow around it. Another tree or a building are blocking the sun? The tree slightly adjusts the way it grows. And if a gardener grafts a branch of a different type of tree, the original tree is refined or ennobled – it integrates the new branch and can now bear different kinds of fruits.

There is a constant give and take between the tree and its environment:

The wind, birds, and squirrels help fertilise the blossoms and later on spread the seeds. Earthworms and other animals break up and loosen the ground. The tree helps us by photosynthesising, the leaves it lets go of nourish others, and different species flourish in its shade. Last but not least, trees form networks to exchange information over great distances, together with fungi.

The tree always remains the tree, no matter whether there are fresh leaves, whether the wind has broken off a branch, or whether it looks bleak and empty in winter. The tree grows, accepts and integrates change instead of suffering, and becomes bigger and stronger with every change of the seasons.

Dear mentees, dear mentors, dear guests,

I would like to invite all of us: Let us become a bit more like trees. Let us become a forest, a network of trees that stay in touch, even over large distances.

Let us become a bit more like trees.

Let us develop taproots, let us not only strive upwards but also cultivate our roots and networks. Let us be aware that change is part of life, that we need to let go of old baggage to make space for something new, and let us remember that there is always a new day, and that we are never alone. Let us become a forest, a network of trees, that keep in touch even over large distances: USA, Scotland, Spain, Germany, Singapore… communication uninterrupted!

All the best for your journey together in the next eighteen months and onwards.

Werden wir wie die Bäume! Grußwort zur Auftaktveranstaltung des KFP

(English version here)

Vom 24-26.05 fand in Bonn die Aufaktveranstaltung der siebten Runde des Karriereförderprogramms für Frauen der Begabtenförderungswerke statt.

Parallel gab es ein Netzwerktreffen für alle Alumnae der Runden 1-6 mit einem Fokus auf „Führen ohne Worte“. Die Trainings zu Visualisierungsmethoden mit Carola Keitel von Bikablo, und zu „Führen durch nonverbale Kommunikation“ mit Laura Klimecki von Re/Present haben sich hervorragend ergänzt.

Als Alumna der sechsten Runde und Mit-Organisatorin des Netzwerktreffens durfte ich ein Grußwort an die neuen Mentees und MentorInnen richten. Diese Grußwort möchte ich hier teilen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mentees, Mentorinnen, und Mentoren.

Als Alumna aus der gerade abgeschlossenen Programmrunde freue ich mich sehr, heute das Grußwort an Sie richten zu dürfen. Persönlich zehre ich beim aktuellen Übergang von der Promotion ins Berufsleben und den damit verbundenen Unabwägbarkeiten sehr aus meinen Erfahrungen hier im Karriereförderprogramm und unserem Netzwerk.

Liebe Mentees,

wir alle hier sind starke, engagierte, intelligente, ambitionierte, und schon jetzt erfolgreiche Persönlichkeiten – jede auf ihre Weise. Da ist es verlockend, sich auf Ziele, Leistungen, Wachstum, einen geraden Weg zu fokussieren, und Umwege oder Veränderung als Rückschlag und Risiko wahrzunehmen. Deswegen möchte ich gerne den Roten Faden dieses Wochenendes aufgreifen und am Bild des Baumes re-interpretieren: Wendepunkte – Stolpersteine – Helfende Hände

Der Baum macht jedes Jahr im Wandel der Jahreszeiten extreme Veränderungen mit: Von den ersten Knospen im Frühjahr zum Reifen der Früchte im Sommer, dem Welken und Loslassen der Blätter im Herbst, bis zur Ruhephase im Winter. Der Baum leidet nicht unter diesen Veränderungen, auch nicht den radikalen wie dem Verlust der Blätter. Er weiß, wann es Zeit ist loszulassen um Platz für Neues zu schaffen. Alle diese Phasen sind zum Wachstum nötig, und mit jedem Zyklus wächst der Baum.

So wie der Baum mit jedem Jahr in die Höhe und Breite wächst, so muss er auch in die Tiefe wachsen um gut und sicher verankert zu sein. Unter den Bäumen gibt es Flachwurzler und Tiefwurzler:

Flachwurzler bilden, wie der Name es ahnen lässt, ein breites Geflecht dünner Wurzeln nah an der Oberfläche. Sie setzen vor allem auf Wachstum nach oben – so hoch wie möglich, so schnell wie möglich. Das macht sie „kopflastig“ und anfälliger für Wind und Wetter, Schädlinge, oder Trockenheit als die Tiefwurzler.

Tiefwurzler hingegen bilden starke Wurzeln, die tief in die Erde reichen. Diese stellen auch in Zeiten der Dürre den Zugang zum Wasser sicher, und stabilisieren den Baum, wenn es stürmisch wird.

Wenn der Baum auf „Stolpersteine“ stößt, dann arbeitet er damit und integriert sie in  sein Wachstum. Steine im Boden? Die Wurzeln finden einen Weg um sie herum. Ein anderer Baum oder ein Gebäude blockieren den Zugang zur Sonne? Der Baum passt seine Wuchsrichtung an. Und wenn der Gärtner einen Ast von einer anderen Baumsorte aufpropft, veredelt das den Baum – er verwächst mit dem Neuen und kann verschiedene Sorten Früchte tragen.

In all diesen Prozessen, Veränderungen, und in seinem Wachstum steht der Baum in stetigem Geben und Nehmen mit seiner Umgebung:

Wind, Bienen, Vögel, und Eichhörnchen helfen bei der Befruchtung und Verteilung der Samen, Regenwürmer und anderes Getier lockern den Boden auf. Uns Menschen hilft er mit der Photosynthese, die Blätter, die er im Herbst fallen lässt, sind Nahrung für Andere, und im Schatten des Baumes fühlen sich wieder andere Pflanzen und Tiere wohl. Bäume bilden außerdem zusammen mit Pilzen Netzwerke, über die sie Informationen austauschen – über weite Strecken und verschiedene Baumsorten.

Immer bleibt der Baum im Kern der Baum, egal ob gerade neue Blätter sprießen, ob ein Ast abgebrochen ist, oder ob er im Winter kahl und in sich gekehrt neue Energie sammelt. Der Baum wächst weiter, nimmt Veränderungen an anstatt darunter zu leiden, integriert sie in sein Wachstum, und wird mit jedem Wechsel der Jahreszeiten größer und stärker.

Liebe Mentees, liebe Mentorinnen und Mentoren,

sehr geehrte Damen und Herren.

Ich lade uns alle ein: werden wir etwas mehr wie die Bäume. Werden wir ein Wald, ein Netzwerk von Bäumen, die auch über große Distanzen hinweg im Kontakt bleiben.

Ich lade uns alle ein: werden wir etwas mehr wie die Bäume.

Werden wir Tiefwurzler, die nicht nur in die Höhe schießen, sondern auch ihre Wurzeln und Netzwerke pflegen. Die wissen, dass Veränderung dazugehört, dass wir Altes loslassen müssen um für Neues Platz zu schaffen, dass es immer weiter geht, und dass wir auf unserer Reise nie alleine sind. Werden wir ein Wald, ein Netzwerk von Bäumen, die auch über große Distanzen hinweg im Kontakt bleiben – Amerika, Schottland, Spanien, Deutschland, Singapur, das Netz hält!

Herzlichen Dank und alles Gute auf Ihrer gemeinsamen Reise in den nächsten achtzehn Monaten und darüber hinaus!

 

My first R talk: Learning R with a project you are passionate about

This February, I had the pleasure of giving my first R-talk at the Edinb_R user group.

Here is the blurb for my talk:

Starting to learn R and statistics can be extremely daunting for someone who has never identified as ‘a numbers person’. In this talk, I show how a question and project I am really passionate about helped me go from complete beginR to tidyverse-aficionada. I focus on the usefulness of pipes, mutating and summarising data, merging different dataframes, lubridate, and visualising results with ggplot2. I talk about these packages and functions in the context of my first project, which was an analysis of sources of blood glucose variability in Type 1 Diabetes – and the life-changing impact the results have had.

This R-talk is the story behind my 2018 case report in Endocrinology and Diabetic Medicine, and a reminder that the less intrinsic motivation a learner has to acquire a new skill, the more important it becomes to make that skill relevant with a project they are passionate about. For me as someone who used to be rather sceptical of statistics, a project that I really cared about made all the difference, and now I genuinely enjoy working with R.

Without further ado, here is the R notebook of the presentation.